Dortmund, 10.09.2020. Anlässlich des Tages der Wohnungslosen am 11. September fordert der Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. (SkF) mehr Beratungsangebote für Frauen, um Wohnungslosigkeit zu verhindern.

Die Erfahrungen der Beraterinnen der Wohnungslosenhilfe des SkF machen deutlich, wie wichtig gerade jetzt frauenspezifische Angebote sind. „Die Praxis zeigt, dass während der Corona-Pandemie die Gefahr der Wohnungslosigkeit für Frauen steigt, denn sie sind besonders betroffen von Einkommensausfällen. So konnten viele wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht mehr arbeiten,“ betont die Bundesvorsitzende des SkF, Hildegard Eckert, „hinzu kommt, dass viele Frauen in ungesicherten und prekären Jobs beschäftigt sind, beispielsweise in der Gastronomie, als freischaffende Künstlerin oder in der Prostitution, die nun wegfallen.“

Auch das Angebot der Mietstundung schützt nicht vor dem Verlust der Wohnung, wenn keine Rücklagen vorhanden sind, um die Miete später bezahlen zu können. Gerade alleinerziehende Frauen brauchen entsprechende Konditionen, damit Mietschulden zurückgestellt werden und sie in ihren Wohnungen bleiben können. Für diese Gruppe müssen Räumungen ausgesetzt werden, um die Wohnungslosigkeit von Frauen mit Kindern zu verhindern.

Wichtig ist in der aktuellen Pandemie, Plätze in den Notunterkünften zu erhalten. Dies erfordert auch, das Angebot zu erhöhen, wenn aufgrund der gebotenen Abstandsregelungen in den jeweiligen Einrichtungen für wohnungslose Frauen weniger Plätze angeboten werden können. Dringend notwendig ist gleichfalls, Unterbringungsmöglichkeiten für erkrankte Frauen und Frauen in Quarantäne zu schaffen, die keine Wohnung mehr haben. Die Pressemitteilung ist auch auf der Homepage des SkF unter www.skf-zentrale.de eingestellt.