Das Mentorenprojekt, das im Februar 2019 gestartet ist, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Schüler*innen der Gruppe „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ des Gymnasiums Marianum, dem Verein „Zweite Heimat“ und der youngcaritas Warburg des Sozialdienstes kath. Frauen.

Bei dem Projekt unterstützen die Jugendlichen geflüchtete Kinder und Jugendliche einmal pro Woche beim Lernen in verschiedenen Fächern, wie Englisch, Mathe oder Deutsch. Außerdem geht es um den Aufbau einer persönlichen Beziehung zwischen Mentor und Mentee. Das Projekt konnte 2019 den Integrationspreis des Kreises Höxter für sich gewinnen!

Die Mentorin Annika berichtet: „Wir treffen uns jeden Freitag um 16 Uhr. Zuerst hatte ich Angst, dass wir uns nicht gut verstehen, da wir schüchtern waren. Jetzt klappt es richtig gut. Wir haben schon viel voneinander gelernt. Auch meine Mentee hat mir Sachen beigebracht über ihre Kultur.“

 „Das Projekt setzt ein Zeichen für Integration und gegen Diskriminierung“, so Jürgen Thon vom Verein Zweite Heimat, der das Projekt mitorganisiert. Viele Teams spielen oder klönen noch neben dem gemeinsamen Lernen. Und auch Freundschaften sind bereits entstanden. Der Mentee Radima macht es ebenfalls Spaß: „Ich habe bereits viel gelernt. Alles was ich schwierig fand ist gar nicht mehr schwer. Meine Mentorin hilft mir immer bei allem.“

Das Mentorenprojekt ermöglicht jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzukommen und miteinander umzugehen. „Dabei lernen sie voneinander, bauen gegenseitige Vorurteile ab und Verständnis füreinander und die unterschiedlichen Lebenssituationen auf.“ berichtet Katja Walther, Projektleiterin der youngcaritas Warburg beim Sozialdienstes katholischer Frauen. Alle Beteiligten können sich persönlich weiterentwickeln, Selbstbewusstsein und Kompetenzen (Teamfähigkeit, Kommunikation, Empathie etc.) aufbauen und Kontakte knüpfen. „ Aus dem Projekt sind schon viele Freundschaften entstanden“, so Karolina Kosinski der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die sich neben dem für das Mentorenprojekt stark macht.

Jungen Menschen wird ermöglicht sich einzubringen, Verantwortung für gesellschaftliche Probleme zu übernehmen und zur Verbesserung der Lebensumstände beizutragen. Außerdem werden die geflüchteten Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung von schulischen Anforderungen, beim Übertritt in die nächste Klasse, in eine andere Schulform oder in den Beruf (Erreichen des Abschlusses etc.) unterstützt.

Bildrechte: youngcaritas Warburg

Stimmen der Mentoren:

Annika: Wir treffen uns jeden Freitag um 16 Uhr. Zuerst hatte ich Angst, dass wir uns nicht gut verstehen, da wir schüchtern waren. Jetzt klappt es richtig gut. Neben dem Lernen sind unsere persönlichen Gespräche davor und danach das Beste an dem Projekt. Wir haben schon viel voneinander gelernt. Auch Rama hat mir Sachen beigebracht über ihre Kultur und so. Sie ist sehr lustig.

Luisa, 13: „Ich finde, dass es eine sehr schöne und wertvolle Erfahrung ist, geflüchteten Kindern Nachhilfe zu geben. Es macht Spaß und es ist einfach ein tolles Gefühl, anderen Menschen zu helfen und sich sozial zu engagieren. Manchmal ist es schwer, sich vorzustellen, dass genau diese Kinder und Jugendlichen schon so viel in ihrem Leben durchgemacht haben und wie viele Menschen genau das auch noch erleben oder es nicht überlebt haben.  Alles in allem ist das Projekt meiner Meinung nach einfach großartig und ich kann jedem nur empfehlen, mitzumachen oder sich anderweitig sozial zu engagieren.“

Celine, 15: Was mich motiviert ist zu wissen, etwas Gutes zu tun für andere Menschen. Wenn ich mein Wissen mit anderen teilen kann, die es brauchen. Die Arbeit mit den Flüchtlingen macht mir sehr großen Spaß, alleine darum, weil ich jeden Tag aus der Stunde gehe und stolz sein kann auf mich und darauf ihnen ein weiteres Stück beibringen zu können.

Lea, 14: An dem Projekt macht mir am meisten Spaß, mit den beiden zu spielen und rumzualbern.

Jonas, 14 „Mir gefällt das Nachhilfegeben sehr gut. Etwas, dass bei uns so gut wie selbstverständlich ist, wie z.B., dass jemand Englisch spricht ist in den östlichen Ländern nicht unbedingt so. Wenn wir in deren Situation wären und aus unserem Land hätten flüchten müssen, dann wären wir ja vielleicht auch auf Hilfe angewiesen und würden uns darüber freuen, wenn uns wer helfen würde.

Linn und Sina, beide 15: Die Mädels sind beide immer total niedlich und sehr offen. Wir freuen uns über die Verbesserungen.

Stimmen der Mentees:

Radima,12: Alles am Projekt macht mir Spaß. Wir machen immer etwas Lustiges und wir lernen auch und trotzdem macht‘s Spaß. Ich habe ganz viele Sachen gelernt und alles was ich schwierig fand ist gar nicht mehr schwer. Meine Nachhilfelehrerinnen (Anm.: Viererteam mit 2 Nachhilfelehrerinnen und -empfängerinnen)  helfen uns immer bei allem. Sie sind die besten Nachhilfelehrerinnen und die sind sehr lustig. Ich mag es, dass die sie bei uns sind für die Nachhilfe.

Bei der Nachhilfe

Abia, 16: Am Freitag um 16 Uhr treffe ich meine Freundin für die Nachhilfe. Vielen Dank für das Projekt!

Sulaf, 12: Mir macht am meisten Spaß, dass wenn wir lernen, da lachen wir und erzählen Witze. Und wenn wir fertig sind, dann tanzen wir und hören Lieder. Ich finde meine Nachhilfelehrerin so so so nett.

Rand, 12: Mir macht Spaß, dass wir viel lachen und spielen, wenn wir fertig sind. Nie vergessen werde ich, dass unsere Lehrerin uns eingeladen hat. Ich danke meiner Lehrerin Luisa, sie ist ein echt gutes Mädchen.

Rama, 14: Ich habe neue Wörter in Deutsch gelernt. Jetzt kann ich besser deutsch sprechen. Schön ist, dass Annika und ich ähnlich denken. Sie ist eine sehr gute Freundin.